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Wurzeln & Flügel: Theorieseminare (Theater der Unterdrückten*)

"Wurzeln und Flügel" ist ein Set von 3 Theorieseminaren und Teil des  Qualifikationsprogramms zum Theater der Unterdrückten "KURINGA", welches aus 10 Modulen (mit je einem Fortbildungs-, Anwendungs- und Evaluierungsteil) besteht. Ziel des Programms ist es, die Vertiefung der Theorie mit Anwendungspraxis und die abstrakte Diskussion mit einer Klärung im Detail zu verknüpfen.

 

Wurzeln & Flügel I: (Grundlagen des Theater der Unterdrückten)

In "Wurzeln und Flügel I" konzentrieren wir uns auf grundlegende Konzepte des Theaters der Unterdrückten, welche später eine kritische Analyse der Anwendungspraxis der Methode ermöglichen. Der zu entwickelnde Reflexionsprozess soll ein theoretisches Arsenal bereitstellen, welches als Grundlage für den Aufbau einer kohärenten Praxis dienen kann.

 

Wurzeln & Flügel II (Dramaturgie)

Hier wird die theoretische Grundlage des Dramaturgie-Konzepts nach der Methodik des Theaters der Unterdrückten – sowie das Verständnis der Besonderheiten für die Szenenproduktion innerhalb dieser Methodik, um mit der künstlerischen Entwicklung und ihrer theatralen Montage sowie dem Prozess der Persönlichkeitsentwicklung beizutragen, erarbeitet. 

 
   Wurzeln & Flügel III  (Kuringa-Praxis)

Die Praxis des/der Kuringa ist divers und komplex:

die Identifikation mit der Repräsentation der Ästhetik des Konfliktes, bis zur Diskussion und Sichtbarkeit der Strategien, die die Transformation der szenischen Realität ermöglichen.

Die Praxis des Kuringa erfordert einen guten Kenntnisstand der methodischen Grundlagen und eine Sensibilität für die Anforderungen und Herausforderungen, die in die Realität umgesetzt werden und die Kapazität das Bekannte wiederzuerfinden, um es zu beantworten.  

Der/die Kuringa geht auf die Bühne und tritt auf, leitet Workshops und Theorie- sowie Übungskurse; organisiert und koordiniert community-Gruppen; vereinfacht den ästhetischen Prozess, orientiert künstlerische Produktionen, erwägt theatralische Dialoge, regt die Analyse und die Durchführung der sozialen konkreten und inhaltlichen Aktionen an und produziert theoretische Reflektionen über die praktischen Erfahrungen. Er/sie regt Reflektion an, mit Fragen und antreibenden Vergleichen, Fragen welche Antworten mit sich bringen und somit neue Fragen provozieren, den Ausdruck ermuntern und somit den Raum für eine Diversität von Meinungen garantieren.

Dies unterstützt die Teilnehmenden, ihre Potentiale zu entdecken, ihre Ideen und Gefühle auszudrücken, Probleme zu analysieren und eigene Alternativen zu suchen - ein/e Künstler/in mit pädagogischen Fähigkeiten, die/der seine Kunst zur Lebensgrundlage macht. Spezialist/in im Inhalt des Lernprozesses. Künstler/in, die/der zwangsläufig die Aktion braucht. Die Qualifikation der Praxis des/der Kuringa hängt von dem theoretischen Studium und der praktischen Erfahrung ab. Dieses Modul hat das Ziel, die wichtigen Konzepte, die die Grundlage der Praxis des Kuringa in der Methodik des Theater des Unterdrückten darstellen, zu diskutieren und die Komplexität dieser Funktion zu verstehen.

 


* Das Theater der Unterdrückten ist die Frucht der künstlerischen Forschung und des politischen Engagements des brasilianischen Dramatikers Augusto Boal (1931*2009). Heutzutage wird die Methode in über 70 Ländern angewendet.